Kroatien-Reiseinformationen
Infrastruktur:
Luftverkehr
In Zagreb, Split, Dubrovnik und Rijeka (auf der Insel Krk) befinden sich internationale Flughäfen. Der Flughafen Osijek wurde für den Regionalverkehr erneuert. Über eine Revitalisierung des Flughafens Pula, insbesondere im Billigfliegersegment, wird noch verhandelt. Derzeit fliegen folgende Low-Cost-Fluglinien nach Kroatien: Germanwings, Hapag-Lloyd Express (HLX), SkyEurope. Von den etablierten Gesellschaften sind hauptsächlich die heimische Croatia Airlines (nun Mitglied der Star Alliance), Lufthansa und British Airways zu erwähnen. Demnächst wird wieder eine Interkontinentalverbindung nach Nordamerika von Zagreb in Betrieb genommen.
Autobahnen
Der Meinung von Experten zufolge, gehören Kroatiens Autobahnen zu den modernsten und sichersten (evtl. auch schönsten) Autobahnen Europas. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß der Großteil an Autobahnen erst kürzlich gebaut wurde. Das Land befindet sich immer noch in einem richtigen Autobahn-Baufieber, da in den letzten 30 Jahren, zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens, keine entscheidenden Projekte verwirklicht wurden. Außerdem trägt der Tourismus sehr hohe Bedeutung für Kroatiens Wirtschaft und die Mehrzahl an Touristen erreicht das Land mit ihren eigenen Fahrzeugen. Zumindest die längeren und bedeutenderen kroatischen Tunnels verfügen über ausgesprochene Sicherheitsmaßnahmen und installiertes Videomonitoring.
Die 380 km lange Autobahn A1 (Zagreb - Split) ist seit dem 26. Juni 2005 durchgehend zweispurig befahrbar (bis auf zwei lange Tunnels). Das wichtigste Bauwerk stellt dabei der Sveti-Rok-Straßentunnel (5.687 m) durch das Velebit Gebirgsmassiv dar, der praktisch zwei Klimazonen miteinander verbindet (das Gebirgsklima Zentralkroatiens mit dem mediterranen Klima Dalmatiens). Der modernste und gleichzeitig längste Tunnel Kroatiens befindet sich ebenfalls auf der A1-Trasse. Es ist dies der Tunnel durch den Gebirgszug Mala Kapela (5.780 m). Die Autobahn verläuft der dalmatinischen Küste entlang und passiert dabei auch den berühmten Nationalpark Krka. Es befindet sich dort ein wundervoller Aussichtspunkt und eine Raststätte. Der Bau des nächsten Teilstücks in Richtung der wichtigen süddalmatinischen Hafenstadt Ploc(e (und in weiterer Folge nach Dubrovnik) steht unmittelbar bevor (geplante Fertigstellung bis Ploc(e: 2008). Im heurigen und im nächsten Jahr folgt der schrittweise Ausbau zahlreicher Raststätten und Tankstellen entlang der A1.
In den nächsten Jahren sollten alle Nordverbindungen (nach Slowenien) durch Autobahnanbindungen erschlossen sein. Seit Juni 2005 gibt es Autobahnen ab der slowenischen Grenze bei Umag in Richtung Rovinj und vom Grenzübergang Rupa nach Rijeka. Bis Mai 2007 sollte die Verbindung Zagreb - Krapina/Grenzübergang Macelj, südlich von Maribor komplett fertiggestellt sein. Der östliche und westliche Flügel des sogenannten "istrischen Ypsilons" (Schnellstraßenverbindung in Istrien) sind seit Anfang Juni 2005 für den Verkehr geöffnet. Bis 2006 folgt das letzte Stück bis nach Pula im Süden. Über einen Vollausbau zur Autobahn wird bereits nachgedacht.
Das letzte noch verbleibende Teilstück der Autobahnverbindung A6 zwischen Rijeka und Zagreb wurde im Frühjahr 2004 fertiggestellt. Ein Ausbau der Gegenverkehrsabschnitte dieser Autobahn ist bereits in Planung (bis 2008). In den nächsten Jahren folgt auch eine weiträumige Autobahn-Umfahrung von Rijeka (zweiter Umfahrungsring) und die Autobahnverbindung Rijeka - Senj/Žuta Lokva zur bestehenden A1. Eine Autobahnverbindung von Zagreb zur wichtigen Industriestadt Sisak soll bis 2008 fertiggestellt sein.
Im Laufe der nächsten Jahre sollten alle Teile Kroatiens komfortabel mit Autobahnen erschlossen sein. Dazu gehört auch die Autobahn-Anbindung von Županja (Ost-Slawonien) nach Serbien und der Ausbau des europäischen Nord-Süd-Korridors 5c zwischen der ungarischen Grenze bei Beli Manastir, Osijek und der bosnischen Grenze in Richtung Sarajewo und weiter zur Hafenstadt Ploc(e. (Die Anbindung von Zagreb zur ungarischen Grenze bei Varaždin und C(akovec ist bereits in Betrieb.)
Der Autobahnbau wird in Kroatien als Symbol der Einheit, wirtschaftlichen Aufschwungs und des Zusammenhalts gesehen und systematisch vorangetrieben. Es ist über 30 Jahre her, da der Traum während des kroatischen Frühlings geboren wurde, die zwei größten Städte Kroatiens, nämlich Zagreb und Split, mit einer Autobahn zu verbinden. Allerdings wurde der Bau dieses für Kroatien witschaflich wichtigen infrastrukturellen Bauwerkes zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens stets von der Zentralregerung verhindert.
Wichtige Tunnel- und Brückenprojekte in Süddalmatien stehen ebenfalls bevor. (Biokovo-Tunnel nahe Makarska zur A1), Brückenverbindung/"Überbrückung" des bosnischen Territoriums hin zur Halbinsel Pelješac)
Maut
Die Möglichkeit zur Bezahlung der Maut mittels einer aufladbaren SmartCard besteht bereits. Ebenso gibt es seit Juni 2005 vergünstigte Tarife für Transportunternehmen und Autobahn-Vielfahrer (bei mehr als 10 längeren Fahrten pro Jahr). Bezahlung der Maut stets beim Verlassen der Autobahn. Demnächst sollte auch die komfortable Möglichkeit zur schnellen und bargeldlosen Zahlung mittels Kreditkarte eingeführt werden. An allen Mautstellen werden Euro akzeptiert.
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Zum Weiterlesen:
Die Einreisebestimmungen für Deutsche Staatsbürger nach Kroatien: AuswertigesamtInformationen zu den Aktuellen Bilateralenbeziehungen zwischen Deutschland und Kroatien finden Sie auf dieser Unterseite des Auswertigenamts.